KURZE GESCHICHTE VOM FLIEGERHORST ROMILLY-SUR-SEINE

1918 wurde der Flugplatz Romilly-sur-Seine von der französischen Militärfliegerei bei begründet, um den grand parc aéronautique - GPAe - (großen Luftpark) aufzunehmen, so daß die auf den Fluzeugen wichtigsten Reparaturen in der Nähe der Front von militarisierten Personnal ausgeführt worden wären. Nach dem Waffenstillstand am 11. November 1918, wurde der GPAé in einen Demobilierungszentrum der französischen Fliegerei umgewandelt und als dépôt de matériel d'aviation n°1 - DMA1- (Luftfahrtmaterial Lager Nr.1) benannt.

Das französische Kriegsministerium machte im Jahre 1920 ein Ende zur Bewahrung der eingelagertenen militarischen Überschüsse und der Luftanstalten. Nachdem die militarischen Überschüsse verkauft oder geschrottet geworden waren, wurde der DMA1 als magasin général d'aviation n°1 (oder MGA1) eingerichtet. Das war ein militarischer Lagerraum, der in Lagerung und Wartung des Luftmaterials (Fluzeuge und Ersatzteile), sowie in Versorgung der Flugregimente spezialisiert war. Der Flugplatz wurde zweimal ausgebaut sowie wurde die neue Kaserne errichtet. 1934, war der MGA1 geschlossen und wurde von einer einfachen Nebenlager des Flugzeuglagerhauses von Villacoublay ersetzt.

1938, während der neuen Aufrüstung von der Armée de l'air (französischen Luftkräfte) wurde es festgesetzt auf dem Fliegerhorst Romilly eine für die Offiziere reservierte Fliegerschule zu schaffen. Grosse Bauarbeiten wurden ebensogut in der Kaserne ausgeführt, sowie auf dem Flugplatz, wo man fünf neuen Hallen grosser Dimensionen baute. Der Flugplatz wurde bei 200 Hektaren vergrößert. Vor der Kriegsgefahren wurde am Ende August 1939 die Schule nach Etampes zurückgezogen.

Der zweite Weltkrieg

Der Sitzkrieg (1939 - 1940)

Während des Sitzkrieges wurden mehrere Lufteinheiten auf dem Fliegerhorst zusammen getragen : groupes aériens d'observation - GAO - (Nahaufklärungsgruppen), groupes de bombardement (Kampfgruppen). Im November 1939 wurde eine Umbildungsstelle der Flugzeugführer eingerichtet um das neue Fern- und Nahaufklärer der armée de l'Air, die Potez 63-11, zu fliegen.

Ab 10. Mai 1940, der erste Tag des deutschen Angriffes, war der Flugplatz Romilly von der deutschen Luftwaffe mehrmals bombardiert aber ohne zuviel Schäden jemals zu verursachen. Am 13. Juni 1940 vor dem Vorsprung der deutschen Truppen, verliessen die französischen Truppen den Fliegerhorst Romilly. Am nächsten Tag, 14. Juni, ergriff die Luftwaffe den Besitz von den Orten.

Die deutsche Bezatzung (1940-1944)

Am 14. Juni kamen mehrere Luftwaffeneinheiten an : Stab JG 27 - I./JG 27 - II./JG 27 - I./JG 1 - II(S)/LG2, die am nächsten Tag nach Auxerre überführten um außer der letzten Lufteinheit II(S)/LG2 nur während einiger Tagen am Ende des Monates nach Romilly zurückzukehren. 2.(F)/123 parkte auf dem Platz vom 15. bis 19. Juni, dann vom 25. bis 29. Juni.

Nach der Niederlage Frankreichs, benutzte die Luftwaffe den Fliegerhorst als Flugstützpunkt für Luftflotte III : Flugzeuglagerung (Feldluftpark, Luftreserve) bis Juni 1941, als Reparaturwerkstatt und Werftwerkstätten aus Obertraubling am Ende 1940 und nach Langendiebach im April 1944 überführte.

Das sind die verschiedenen Bezeichnungen des Luftstützpunktes :

- Fliegerhorstkommandantur E 50/XIII Romilly (1940 - 1943)

- Fliegerhorstkommandantur A 210/XII Romilly (1943 - 1944)

- Fliegerhorstkommandantur E(v) 213/ XII Romilly ( 1944)

Alle Flugtätigkeit erregte das Aufsehen der Amerikaner, die Bodenorganisation mit fünf Angriffswellen (erstem Luftangriff am 20, Dezember 1942) bombardierten. Der Luftwaffenstützpunkt wurde durch die folgenden Flakeinheiten beschützt :

- schwere Flak-Abteilung 346 (Beute)

- gemischte Flak-Abteilung 593 (v.) (RAD)

- leichte Flak-Abteilung 941 (o)

- schwere Flak-Abteilung 677 (v.)

Im Juni 1944, nach der allierten Landung in Normandie, passierten mehrere Jagdgruppen in Romilly. Nach dem Fronteinbruch in Normandie um Mitte August 1944, zog sich das Heer auf das rechte Ufer der Seine zurück.Vor ihrer Abfahrt von Romilly-sur-Seine, sprengten am 25. August 1944 die deutschen Truppen die aeronaustichen Einrichtungen. Am 26. August morgens, verließen die deutschen Soldaten den Luftwaffenstützpunk und Romilly-sur-Seine wurde befreit.

Die Nachkriegszeit

Die Amerikaner errichteten eine Schule für die Military Police sowie ein deutscher Kriegsgefangenenlager, wo mehrere Tausende Soldaten dort ab März 1945 in ziemlich harten Lebensbedingungen interniert waren. Während der selben Periode besetzte die armée de l'Air die Orte wieder und errichtete eine militarische Lehrstelle. Nach der Abfahrt der Amerikaner und nun mit den Lufteinrichtungen, die zerstört geworden waren, führte nicht mehr die Armée de l'air Lufteinheiten ein.

Der Fliegerhorst wurde eine Radarstation (Stellung von Prunay-Belleville). Die verschiedenen Modernisierungen und die Reformen der armée de l'Air führten zum Schließung des Luftstützpunktes von Romilly-sur-Seine im Jahre1989. Es gibt heute nur einen für Allgemeine Luftfahrt geöffneten Flugplatz.

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Im Rahmen der Vorbereitung meines Buches über die Geschichte des Flugwesens in Romilly-sur-Seine suche ich Informationen, Zeugnisse, Dokumente, Berichten und Fotos über die Besatzunsgzeit der Luftwaffe auf dem Fliegerhorst, zwischen 1940 und 1944. Vielen dank im voraus.

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Merci à Mme G. Bénard et M. J.C. Mermet pour leur aide précieuse dans la traduction de ce texte.